Den eigenen Garten an den Klimawandel anpassen . Über die Auswirkungen des Klimawandels und Möglichkeiten, das Mikroklima im eigenen Garten entsprechend zu beeinflussen, referierte "Natur im Garten"-Berater Robert Lhotka bei einer gut besuchten Informationsveranstaltung der Marktgemeinde Böheimkirchen im Bürgerzentrum.

Von Bernhard Herzberger. Erstellt am 14. Februar 2020 (19:40)

Die Zauberformel lautet "Abkühlung durch Verdunstung" erklärte Lhotka. Er wies auf die  positive Wirkung alter, großer Bäume auf die unmittelbare Umgebungstemperatur hin. Abgesehen davon, dass sie hervorragende Schattenspender wären, würden sie auch den Wasserkreislauf regulieren. Generell empfahl der Experte für möglichst viel Bewuchs mit Hecken, Sträuchern, Kletterpflanzen und Blumenwiesen zu sorgen. Zudem begünstige das Mulchen der Gartenbeete die Wasserspeicherung und den Humuserhalt bzw. -ver-mehrung im Boden. Kontraproduktiv für das Mikroklima wäre die Versiegelung durch viele betonierte Wege und Zufahrten.

In Gemeinden wäre es besonders wichtig, immer wieder Jungbäume nachzusetzen, um auf Dauer den Bestand an älteren Bäumen absichern zu können, so Robert Lhotka, der die über 140 interessierten Zuhörer ermutigte, die eigenen Gärten ökologisch zu gestalten.

 Über die eigenen praktischen Erfahrungen im Biolandbau berichteten die ortsansässigen Garten-Pioniere Marlene und Jürgen Kliment, Biobauer und "Biodiversitäts-Vermittler" Josef Hayden, sowie Florian Buchinger und Diana Effenberger, die ihren Garten nach den Vorgaben der Permakultur bewirtschaften.