Egger unterschreibt gläserne Kooperation. Getränke-Unternehmen bekennt sich zu Transparenz bei Arbeit mit Organisationen. Greenpeace lieferte Know-how.

Von Max Steiner. Erstellt am 13. April 2021 (17:59)
„Als Familienunternehmen haben wir uns dem Thema Nachhaltigkeit besonders verschrieben“, betonen Frank van der Heijden und Martin Forster und setzen bei Egger auf Glas.
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Zu transparenten Richtlinien und Qualitätsstandards in der Zusammenarbeit mit Non-Profit-Organisationen (NPOs) hat sich der St. Pöltner Getränke-Hersteller Egger bekannt. Ethisch korrektes Handeln, Qualität und Glaubwürdigkeit bei Unternehmen und NPOs soll der Kodex sichern, der im Rahmen der Initiative für transparente Zusammenarbeit entwickelt wird.

Es gehe darum, in einem immer komplexer werdenden Markt verlässliche Beziehungen zu schaffen, die für jedermann verständlich und nachvollziehbar sind und eine gleichberechtigte Zusammenarbeit ermöglichen, erklären die Geschäftsführer Frank van der Heijden und Martin Forster. Eine solche Zusammenarbeit hat bei der 25-Millionen-Euro-Investition von Egger schon gefruchtet: Bei der Errichtung der Glasabfüllanlage und Wiedereinführung der Mehrweg-Glasflasche hat Greenpeace das Unternehmen unentgeltlich mit Know-how unterstützt.

Flaschen für Spar und Almdudler

Die Gebindeform verzeichnete auch im „Ausnahme-Jahr 2020“ eine deutliche Absatzsteigerung. Fünf Millionen Mehrweg-Glasflaschen verließen die EggerProduktion. „Mehrweg-Glas wird von Konsumenten aktiv nachgefragt. Wir konnten in allen drei Geschäftsbereichen, eigene Premiummarken, Lohnabfüllung und Handelsmarken, den Anteil signifikant steigern“, erklärt Frank van der Heijden. In die neutrale preisgekrönte 1-Liter-Mehrweg-Glasflasche fließen etwa auch fünf verschiedene Getränke von Spar und jetzt auch Almdudler und Spezi Orange.