Linzer Straße: Der Grätzlplan kommt gut an. Erste Gespräche mit Eigentümern verliefen erfolgreich, berichtet Architekt Andreas Aichberger. „Es gibt einige konkrete Ideen.“ 2017 könnten erste Maßnahmen folgen.

Von Mario Kern. Erstellt am 05. November 2016 (07:49)
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Andreas Aichberger bündelt die Ideen und Wünsche der Hausbesitzer zueiner gemeinsamen Vision für die Linzer Straße. Der seit Langem als „Schandfleck“ bezeichnete Straßenzug soll schon bald ein attraktiver und handelstüchtiger Zubringer zur Altstadt werden.
NOEN, Mario Kern

Die Grätzl- und Blocksanierung in der Linzer Straße nimmt – zumindest hinter den Kulissen – Fahrt auf:
Architekt Andreas Aichberger hat im Auftrag der Stadt bereits mit zwei Dritteln der insgesamt 25 Hauseigentümer in der Linzer Straße gesprochen. Die Stadt selbst besitzt fünf Gebäude.

Grätzlsanierung stößt auf viel Gegenliebe

„Der Wunsch nach Veränderung ist sehr groß“, zieht Aichberger eine erste Zwischenbilanz. „Unsere Grätzlsanierung stößt auf viel Gegenliebe.“ Bereits jetzt gebe es einige konkrete Wünsche. „Wir werden versuchen, die Einzelprojekte zu unterstützen, wollen diese aber auch im Kontext mit anderen Projekten bündeln.“

Vorerst seien viele offene Fragen über Baurecht, Technik und Förderungen zu beantworten und Missverständnisse auszuräumen. Die weitere Marschrichtung ist klar: Getreu dem Motto „Die Stadt lebt im Erdgeschoß und wohnt im Obergeschoß“ sollen die Eigentümer angeregt werden, die unteren Flächen als Verkaufszonen oder Büros attraktiv zu machen. Bei einzelnen Liegenschaften stünden Neubauten zur Debatte. „Auch da werden wir anregen, der Erdgeschoß-Zone höchste Aufmerksamkeit zu widmen“, betont Aichberger. Zudem soll in der Linzer Straße auch der öffentliche Raum attraktiviert werden.

Sichtbare Änderungen schon im nächsten Jahr

Die konkreten Ideen der Hauseigentümer würden gut ins Bild passen, betont Aichberger. Er geht davon aus, dass erste sichtbare Maßnahmen bereits 2017 gesetzt werden. Manche würden im kleineren Rahmen bleiben, andere wiederum große Veränderungen mit sich bringen. In der Linzer Straße 20 sei etwa ein neues Projekt geplant, für die Bühne im Hof werde eine Rück-Verlegung des Eingangs in die Linzer Straße überlegt.

„Die Chance ist groß, dass sich die Entwicklung der Linzer Straße durch viele einzelne Maßnahmen zum Positiven wendet und der Straßenzug künftig besser funktionieren wird“, ist Aichberger überzeugt. Nach den Einzelgesprächen werde es den angekündigten gemeinsamen Informationsabend geben. „Das soll noch im Herbst passieren.