„Lilli“ wacht über die Luft. St. Pöltner entwickelten Sensoren, um Raumklima und Viren zu kontrollieren.

Von Max Steiner. Erstellt am 05. Februar 2021 (04:21)
Das Raumklima misst Lilli und soll so auch helfen, das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Den Sensor montiert hier Albert Schembera im Spar-Markt in Traisen.
Lillicom

Für gute Luftqualität ohne Viren, Keime oder Schadstoffe könnte Lilli schon in vielen Räumen bald im Einsatz sein. Das vom St. Pöltner Unternehmen Lillicom mit einem Forschungspartner entwickelte Produkt überwacht das Raumklima, misst etwa Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Personen im Raum oder Lichtstärke, damit gegengesteuert werden kann, um die Luftbelastung einzudämmen. Dann wird zum Beispiel automatisch gelüftet.

Als zweites Standbein neben Netzwerk und Telefonie hat sich Lillicom im Herbst dem Raumklima gewidmet, um das Internet of Things greifbar zu machen, erklärt Albert Schembera. Die Nachfrage sei steigend.

Einsatz im Geschäft und vielleicht bald in Schule

Zum Einsatz kommt Lilli etwa schon bei Benefit Büroservice in St. Pölten oder im Rahmen des Covid-19-Sicherheitskonzepts im Spar-Markt in Traisen. „Wichtig ist uns dabei nicht nur die Sicherheit von Kunden, sondern auch von Mitarbeitern“, erklärt Schembera. Das schütze kritische Ressourcen. Man sei auch mit einer Schule im Gespräch, wo Lilli im Lehrerzimmer installiert werden könnte.

Die Sensoren von Lilli können ohne Kabel angebracht werden, die Daten gelangen über ein zentrales Gateway in die Cloud. Lillicom arbeitet auch an Visualisierungsmöglichkeiten. So könnte bald schon am Eingang zum Restaurant ein Licht signalisieren: Die Luft ist gut.