Internet-Betrug in Niederösterreich und Wien geklärt. Die Polizei hat jetzt einen Fall von Internetbetrug in Niederösterreich und Wien geklärt. Das teilte die NÖ Sicherheitsdirektion am Dienstag zum Abschluss der Ermittlungen mit. Nach der Anzeige eines Geschäftsführers eines Onlineshops in St. Pölten im Dezember 2011 wurden drei Verdächtige ausgeforscht.

Erstellt am 10. Juli 2012 (13:09)
Dem mutmaßlichen Haupttäter wurden 81 mit Hilfe von fremden Kreditkartendaten getätigte Bestellungen bei 21 Firmen mit einer Gesamtschadenssumme von rund 58.000 Euro nachgewiesen.

Die bei den Online-Bestellungen verwendeten Adressen ergaben, dass die angegebenen Personen an den genannten Wiener Zustelladressen nicht wohnten. An zwei der Adressen wurden schließlich eine 26-jährige Nigerianerin und ein 32 Jahre alter Landsmann vorläufig festgenommen. In der Folge gelang es, den ebenfalls aus Nigeria stammenden 32-jährigen Hauptverdächtigen auszuforschen. Er wurde am 14. Dezember 2011 in Wien festgenommen.

Eine Vielzahl an neuwertigen Waren - Laptops, Parfüms, Spielkonsolen, Mobiletelefone und hochpreisige Spirituosen - sowie 3.900 Euro Bargeld wurden sichergestellt. Die Waren hatte der Beschuldigte bei diversen Onlineshops in Österreich, Deutschland und Schweden bestellt und mit illegal aus dem Internet erlangten Kreditkartendaten aus den USA bezahlt.

Der Laptop, den der Verdächtige für die Online-Bestellungen benutzte, wurde ebenfalls sichergestellt. Der Verdächtige verwendete verschiedene Bestellnamen und verkaufte das erbeutete Gut anschließend zum Großteil an bisher nicht bekannte Abnehmer weiter, um damit seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Zum Weiterverkauf zeigte er sich nicht geständig.

Seine mutmaßlichen Komplizen legten ebenfalls Teilgeständnisse ab. Der 32-Jährige ist in der Justizanstalt St. Pölten in U-Haft, die beiden anderen wurden angezeigt. Die beschlagnahmten Waren wurden den Geschädigten zurückgegeben.