„Ein Ruck ging durch Pyhra“: Ortschef Schaubach im Sommergespräch

Erstellt am 07. August 2022 | 04:38
Lesezeit: 3 Min
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Bürgermeister Günter Schaubach gibt beim Sommergespräch mit der NÖN Einblicke in seine weiteren Pläne und zieht eine erste Bilanz.
Foto: Lukas Kalteis
Bürgermeister Günter Schaubach über geglückte Projekte und die Zukunft.
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Der Ortschef spricht im Interview über das neue Bad, den Pumptrack und Radeln auf die Rudolfshöhe.

NÖN: Sie sind seit 2017 im Amt. Welche Bilanz ziehen Sie nach den ersten fünf Jahren?

Günter Schaubach: Eine sehr positive, denn es ist eine Berufung. Das Amt ist so vielfältig und umfangreich. Im Team lässt sich so viel bewegen für die Gemeinde und man sieht, dass es ankommt.

Wie ist Pyhra durch die Pandemie gekommen?

Schaubach: Wir sind wirtschaftlich dank der Unterstützung von Land und Bund gut durchgekommen. Das sieht man auch daran, dass wir den Bau der Naturbadeanlage trotzdem durchgezogen haben. Beim Impfthema wurde ein Keil durch die Gesellschaft getrieben, davon merkt man aber nicht mehr viel.

Bad, Pumptrack und andere Projekte schlugen mit Kosten in Millionenhöhe zu Buche. Wie steht es um die Finanzen?

Schaubach: Das Bad haben wir ohne Darlehen gestemmt und wie den Pumptrack nur mit Gespartem und Förderungen finanziert. Kanal- und Wasserleitungssanierung waren noch wesentlich teurer, aber dringend notwendig. So investieren wir laufend in die Zukunft.

Welche Projekte stehen in den nächsten Monaten an?

Schaubach: Die wirklich großen sind schon alle umgesetzt, da ging ein richtiger Ruck durch die Gemeinde. Im Kopf trage ich viele Ideen, die wir noch verwirklichen könnten. Als Nächstes sollen Radwege nach St. Pölten und Wald sowie eine Mountainbike-Strecke auf die Rudolfshöhe errichtet werden. Sobald wir die Zustimmung der Grundstückseigentümer haben, können wir starten. Ein weiteres Anliegen wäre mir, ein Gemeindezentrum am ehemaligen Badareal mit Café, Gesundheitszentrum und Geschäften zu errichten.

Was macht die Gemeinde, um klimafit zu werden?

Schaubach: Wir investieren derzeit viel in ehrgeizige Photovoltaikanlage-Pläne. Bis 2025 wollen wir beim öffentlichen Stromverbrauch autark werden.

Wie stellen Sie sich Pyhra in zehn Jahren vor?

Schaubach: Es soll eine lebenswerte Wohngemeinde bleiben und muss nicht übermäßig wachsen. Wir brauchen keine große Industrie, sondern wollen vielmehr mit Freizeitangebot und Lebensqualität punkten.

Sie sind Bürgermeister, Unternehmer und auch sonst sehr umtriebig. Wie bringen Sie das alles unter einen Hut?

Schaubach: Mit Zeitmanagement und Disziplin. Meine Firma braucht mich nicht tagtäglich, daher widme ich die meiste Zeit der Gemeinde. Eine Runde mit dem Motorrad muss aber auch manchmal sein.

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