Jugendlager wegen Unwetters evakuiert. Kinder retten, Keller auspumpen und entwurzelte Bäume entfernen: Floriani kamen nicht zur Ruhe.

Von Gila Wohlmann. Update am 27. Juli 2021 (14:47)

So actionreich hatte sich eine Gruppe Jugendlicher ihr Jungscharlager wohl nicht vorgestellt. Sie campierten nahe der Ruine Hohenegg. Das Vergnügen wurde Dienstagnacht jäh unterbrochen, als ein heftiges Sturm- und Hagelgewitter über die Region zog.

Die Feuerwehr Hafnerbach-Markt holte die Mädchen und Burschen samt ihren Betreuern aus der Gefahrenzone und brachte sie mit ihrem Mannschaftstransportwagen ins Feuerwehrhaus. Die Eltern der Kinder holten dann von dort ihre Schützlinge unversehrt ab.

Doch dies war nicht der einzige Einsatz für die Feuerwehr Hafnerbach-Markt. Bereits kurz nach 19 Uhr ging es los mit den Alarmierungen: Der Sturm hatte Äste abgerissen und Bäume geknickt. Diese mussten von den Fahrbahnen entfernt werden. „Besonders betroffen war die Landesstraße zwischen Stein-Eichberg und Hohenegg“, schildert der Reinhard Schaberger, Leiter des Verwaltungsdienstes der Feuerwehr Hafnerbach-Markt.

Doch auch der Starkregen und vor allem der starke Hagel wurden zum Problem: Bei einer Wohnhausanlage pumpten die Floriani den Keller aus und dichteten ein Dach ab. Nicht genug: In der Ortschaft Wimpassing galt es noch, die Hauptstraße vom Schlamm zu reinigen. In Doppel, Korning, Stein-Eichberg, Windschnurr und Hafnerbach hatte ebenso der Sturm Bäume geknickt; Äste lagen verteilt auf den Straßen.

Ein ähnliches Bild bot sich in anderen Gemeinden: Auch hier hatte der Sturm Bäume entwurzelt und Äste ausgerissen; der starke Regen überflutete Keller und Straßen. Im Einsatz standen noch die Feuerwehren Haindorf, Haunoldstein, Karlstetten-Weyersdorf, Markersdorf,  Ober-Grafendorf, St. Margarethen/Sierning, St. Pölten-Stadt, Weißenburg, Wilhelmsburg-Stadt mit 23 Fahrzeugen und 150 Feuerwehrmitgliedern. Der Teleskoplader und die Teleskopmastbühne rückten überdies noch in den Bezirk Krems-Land nach Rossatz aus.