Unterstützung für Lärm-Initiative in St. Pölten. Lärm-Bekämpfer Gurgiser hilft St. Pöltner Gruppe mit Erfahrung und Netzwerk.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 21. Juli 2021 (04:05)
Unterstützung in seinem Kampf gegen Lärm erhält Rudolf Kernstock (rechts) von Fritz Gurgiser, der als Obmann des Transitforums Austria Tirol bereits einige Maßnahmen erfolgreich erstritten hat.
privat, privat

Nicht zufrieden geben sich die Initiatoren der Petition für mehr Lärmschutz mit der Abfuhr durch Bundesministerin Leonore Gewessler. Rudolf Kernstock & Co. wollen nicht lockerlassen und holten sich nun Unterstützung durch Fritz Gurgiser, der als Obmann des Transitforums Austria Tirol schon erfolgreich einige Sträuße in Sachen Lärmschutz ausgefochten hat.

„Das Thema Lärmschutz in St. Pölten ist dem Bundesministerium bekannt“,

„Das Thema Lärmschutz in St. Pölten ist dem Bundesministerium bekannt“, antwortete Gewessler einem Schreiben von Kernstock. Weiters verwies die Bundesministerin auf Lärmpegelmessungen in der Vergangenheit und auf Maßnahmen, die bei entsprechenden Überschreitungen gesetzt wurden. Sowohl auf der Autobahn als auch bei der Güterzugumfahrung. „Das ist nicht genug. Wir wollen eine Temporeduktion auf den Autobahnen und eine vollständige Einhausung der Güterzugumfahrung im Stadtgebiet“, wiederholt Kernstock die Forderungen der Initiative. Lärm mache nachweislich krank. Das bestätigt auch Fritz Gurgiser, der im Cinema Paradiso einer Einladung der Initiative folgte und von seinem Kampf gegen den Lärm berichtete. Er sagte den St. Pöltnern volle Unterstützung zu.

„Um Lärmschutzmaßnahmen muss nicht gebettelt werden, sie stehen der privaten und betrieblichen Anrainerschaft zu“, ist Gurgiser überzeugt. Er habe sich bereits länger ein Bild von St. Pöltens Lärmsituation gemacht und sei immer wieder vom Krawall überrascht um die dreispurig geführte Autobahn im Stadtgebiet, wo Tempo 130 erlaubt ist. Gurgiser fordert dringend eine Luftgütemessstelle in St. Pölten, direkt an den Autobahnen. „Es ist mir unverständlich, warum das bisher noch nicht gemacht wurde. Jede größere Stadt hat das“, so Gurgiser.

„Um Lärmschutzmaßnahmen muss nicht gebettelt werden, sie stehen der privaten und betrieblichen Anrainerschaft zu“

Mit neuem Mut wollen sich Kernstock & Co. nun weiterhin dem Kampf gegen den Lärm widmen. „Durch die Antwort von Gewessler lassen wir uns nicht entmutigen“, zeigt sich Kernstock kämpferisch. Ein Zweigverein des Transitforums soll in den nächsten Tagen gegründet werden. „Absolut unpolitisch“, wie Kernstock betont. Der Name für die Bürgerinitiative steht auch schon fest: „Transitforum – Xund leben in St. Pölten“.

Außerdem erwartet sich Kernstock Impulse durch Gespräche Anfang August mit hochrangigen Landesbediensteten: „Gewessler hat sich für uns noch keine Zeit genommen. Ich hoffe auf ein offenes Gehör beim Land Niederösterreich.“