Vom St. Pöltner TMS-Schüler zum Sternekoch. Kurt Gutenbrunner verwöhnt Stars in seinen New Yorker Lokalen. Sein Erfolgsrezept: Österreichische Küche auf Top-Niveau.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 06. Juni 2019 (04:05)
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TMS-Absolvent Kurt Gutenbrunner betreibt heute vier Spitzen-Restaurants in New York City.

Mit Spätzle, Wiener Schnitzel, Salzburger Nockerl oder Rhabarber-Strudel hat sich Kurt Gutenbrunner in die Herzen der New Yorker High Society gekocht. Gelernt hat der heute 57-Jährige sein Handwerk in der St. Pöltner Tourimusschule, der er gerade einen Besuch abstattete.

Nach beruflichen Stationen in Dürnstein, Salzburg, der Schweiz, bekam er im „Prinz Eugen“ einen ersten Einblick in die Sterne-Küche. Schließlich zog es den Niederösterreicher in die USA, wo er für die Küche eines Spitzen-Restaurants im 107. Stock des Word Trade Centers verantwortlich war. Anschließend eröffnete der TMS-Absolvent im West Village in New York das „Wallsé“ – eine Anspielung auf Gutenbrunners Heimatort Wallsee an der Donau. Seit 2006 trägt das Restaurant einen der begehrten Michelin-Sterne.

„Ich stöbere gerne in alten Rezepten und Kochbüchern, um für unsere Zeit Klassiker moderner und leichter zu interpretieren“

Mittlerweile betreibt Gutenbrunner im „Big Apple“ drei weitere Lokale. Auf der Speisekarte stehen dort österreichische Klassiker mit neuen Akzenten: „Ich stöbere gerne in alten Rezepten und Kochbüchern, um für unsere Zeit Klassiker moderner und leichter zu interpretieren“, erzählt er. Besonders stolz ist er darauf, dass sein „Wallsé“ die größte österreichische Weinliste in den USA hat.

An der Tourismusschule wurde der Erfolgsweg des Gastronoms, dessen Kochbücher Bestseller sind, geebnet: „Ich habe mir dort einen für mich perfekten Level angeeignet, sowohl theoretisch als auch praktisch“, erzählt er.

Dankbar ist Gutenbrunner übrigens nicht nur für die Ausbildung an „seiner“ Schule in der Landeshauptstadt, sondern das gesamte Schulsystem in Österreich: „Natürlich haben wir hier in den USA auch gute Schulen, aber die kosten sehr viel Geld. Daher komme ich immer wieder darauf zurück, dass wir in Österreich dankbar sein müssen, dass wir so eine gute Ausbildung zu einem Bruchteil der Kosten genießen können“, betont der vierfache Vater.