Selbstbedienung in Kassa von Hofladen. Sechs Monate Gefängnis für Geld aus einem Hofladen und eine gestohlene Playstation.

Von Stefanie Marek. Erstellt am 02. Februar 2021 (17:55)
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APA (Symbolbild)

Ein 21-Jähriger steht wegen eines Vergehens vor Gericht, das der Richter als „letztklassig“ bezeichnet. Kurz nach seiner letzten Haftentlassung übernachtete der Angeklagte bei einem Freund in Kasten und nahm beim Gehen dann dessen Playstation mit. Die verkaufte er in Wien. „Ich habe damals Geld gebraucht“, sagt der Angeklagte und entschuldigt sich mehrmals.

Er steht aber noch wegen eines anderen Vergehens in Spielberg (Bezirk Melk) vor dem Richter. Letzten Sommer soll er das mit der Selbstbedienung in einem Hofladen ein wenig zu ernst genommen haben, wir hatten berichtet:

Gemeinsam mit einem 13-Jährigen, der ihn zu der Tat angestiftet haben soll, brach er eine Geldkassette im Laden auf und öffnete eine zweite. Er gibt auch alles zu. Wie viel Geld er genau eingesteckt hat, ist nicht klar, laut ihm höchstens 130 Euro, laut der Hofladen-Betreiberin können es aber bis zu 500 Euro gewesen sein.

Beim Urteil lässt der Richter „Gnade vor Recht ergehen“, wie er sagt. Weil der Angeklagte mehrmals wegen Diebstahls und Einbruchs vorbestraft ist, bekommt er 20 Monate Haft, 14 davon bedingt. Falls er Arbeit findet, kann er dafür eine Fußfessel beantragen. Der Angeklagte will den Geschädigten das Geld in Raten zurückzahlen. Es ist das letzte Mal, dass er unter das Jugendgerichtsgesetz fällt, warnt ihn der Richter. Das nächste Mal drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft.