KPÖ in St. Pölten: Rückbesinnung auf den Gemeindebau. Die KPÖ tritt nach 20 Jahren an, den sozialen Wohnbau in St. Pölten zu reaktivieren.

Von Max Steiner. Erstellt am 21. Januar 2021 (03:41)
Samuel Seitz, Spitzenkandidat der KPÖ plus (in der sich auch Nicht-KPÖ-Mitglieder engagieren), wirbt für sozialen Wohnbau. Bestärkt wird der von Christiane Maringer von der KPÖ-Landesleitung und der Grazer Stadträtin Elke Kahr (r.).
Steiner

„St. Pölten wächst, die Zahl der Gemeindewohnungen bleibt gleich, damit sinkt deren Anteil immer weiter“, tritt Samuel Seitz für mehr sozialen Wohnbau ein. Und mit der KPÖ erstmals seit 20 Jahren bei einer Gemeinderatswahl an. Die Stadt brauche ein preisliches Gegengewicht zu den vielen Genossenschafts- und frei finanzierten Wohnungen. Die Mieten samt Betriebs- und Heizkosten sollten in den Gemeindewohnungen auf ein Drittel des Gesamteinkommens gedeckelt werden.

Dass so etwas mit einer konsequenten linken Vertretung funktionieren kann, darin bestärkt ihn die langjährige Wohnbaustadträtin Elke Kahr in Graz. Dafür brauche es auch eine dafür gewidmete Grundstücksbevorratung. „Zuerst muss man aber den Leerstand in der Stadt beheben“, braucht es für Seitz eine Leerstandsabgabe.

Als weitere soziale Maßnahme regt der 24-jährige Student einen Aktivpass an, damit Menschen mit geringem Einkommen einfacher am öffentlichen Leben teilhaben können. Mit diesem sollte man gratis öffentliche Verkehrsmittel nutzen, aber auch Museen sowie Sport- und Freizeiteinrichtungen der Stadt besuchen können.