St. Pöltner protestieren für den Klimaschutz. Rund 100 Menschen beteiligten sich am globalen Klimastreik. Auch die Murmeltiere im Museum Niederösterreich waren mit dabei - ihre Vitrine wurde verhüllt.

Von Caroline Böhm. Update am 29. November 2019 (17:35)

Sprechgesänge und Musik hallten durch die St. Pöltner Innenstadt, als rund 100 „Fridays for Future“-Aktivisten vom Bahnhofsplatz zum Landhaus zogen. Lautstark forderten die Teilnehmenden eine veränderte Klimaschutzpolitik: „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut.“

Von der offiziellen Anmeldung bis hin zur Playlist mit passender Musik – rund einen Monat habe die Vorbereitung gedauert. Verstärkung holten sich die St. Pöltner durch Reden von Abgesandten der „Fridays for Future“-Gruppen aus Krems und Amstetten, des Klimavolksbegehrens, der Extinction Rebells Youth, der Verkehrswende, der Radlobby und der FH.

Durch die Teilnahme anderer Initiativen sollte laut Mitorganisatorin Sanea Hertlein darauf aufmerksam gemacht werden, dass nicht nur in St. Pölten gestreikt werde und man konkrete Maßnahmen erwarte.

Zwar war dieser Protestmarsch deutlich größer als die vorherigen drei, allerdings hatte sich die Gruppe mehr erhofft: Ihr Ansuchen an die Bildungsdirektion, die Demonstration zu einer schulischen Veranstaltung zu erklären, blieb ohne Reaktion.

Trotzdem folgten zwei Schulklassen ihrer Einladung. Bis zum Ende konnten sie jedoch nicht mitmarschieren, vor Beginn der nächsten Schulstunde mussten sie zurück ins Klassenzimmer. Außerdem sei ein Problem, dass viele Demonstranten zur Kundgebung nach Wien fahren.

Streikende Murmeltiere

Ungewöhnliche Unterstützung erhielt der Streik durch drei Murmeltier-Präparate: Ihre Vitrine im Haus für Natur wurde verhüllt, da sie in der freien Natur massiv vom Klimawandel bedroht sind.

Mit dieser Aktion bekannte sich das Museum Niederösterreich zur internationalen Initiative „Museums for Future“. Darüber hinaus ist ab dem 22. März 2020 eine Sonderausstellung zum Thema „Klima & Ich“ geplant.