Tiefer Graben nach St. Pöltner FPÖ-Bezirksparteitag

Nach der Kampfabstimmung um den Bezirksobmann der FPÖ soll es auch eine körperliche Attacke gegeben haben: Die unterlegene Kandidatin Vesna Schuster spricht von einem Stoß von Klaus Otzelberger. Der St. Pöltner Stadtrat dementiert. Neo-Obmann Martin Antauer will intern vermitteln.

Erstellt am 25. Oktober 2021 | 16:01
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Neo-FPÖ-Obmann Martin Antauer (links) mit Klaus Otzelberger (rechts) kurz nach dem Vorfall beim Parteitag im Gespräch.
Foto: Nadja Straubinger

Die Neuwahl des Bezirksobmanns bereitet der FPÖ nicht nur wegen der harten politischen Angriffe Nachwehen. Für Aufregung sorgt auch eine mögliche körperliche Auseinandersetzung. Der St. Pöltner Stadtrat Klaus Otzelberger soll der zuvor unterlegenen Kandidatin Vesna Schuster absichtlich auf den Fuß gestiegen sein und sie gestoßen haben. Wir hatten über den Parteitag berichtet:

"Ich war mit der Verletzung gleich am nächsten Tag beim Arzt", schildert Schuster. Anzeige habe sie nicht erstattet, sie müsse die Sache für sich selbst ordnen. "Aufgrund meiner Erfahrungen lässt mich so ein Verhalten nicht kalt. So etwas geht nicht, man muss sich wehren", sagt die Landtagsabgeordnete.

Von einem "zufälligen Zusammenstoß" spricht hingegen Otzelberger. Er wollte nach vorne zu Martin Antauer laufen, da sei ihm Schuster entgegengekommen. "Ich probierte noch auszuweichen, dann kollidierten wir unabsichtlich", meint Otzelberger.

Bezirksobmann Martin Antauer sei, wie Schuster sagt, hinter ihr gewesen und müsse den Vorfall mitbekommen haben. "Er versuchte zu beruhigen, da der Zusammenstoß von keinem der zwei Beteiligten beabsichtigt war", erinnert sich Otzelberger. Schuster hingegen will gehört haben, wie Antauer seinen St. Pöltner Gemeinderatskollegen zurechtgewiesen hat. "Es war ein Zusammenstoß, mehr war da nicht", sagt Antauer im Gespräch mit NÖN. Der neue FPÖ-Bezirksobmann will in den kommenden Wochen intern vermitteln.