Wald fällt, weil Baum auf Straße stürzte. Großteil einer 1,5 Hektar großen Waldfläche wird gerodet. Schäden fielen erst auf, als Experte umgefallenen Baum untersuchte.

Von Mario Kern. Erstellt am 19. Dezember 2018 (05:47)
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Hunderte Bäume wurden am Kollerberg bei der Nadelbacher Straße bereits gefällt. In den nächsten Tagen sollen die übrigen folgen.

Ein Großteil der Eschen fiel in den letzten Jahren bereits wegen des Eschentriebsterbens der Säge zum Opfer. Bisher verschont schien der Wald am Kollerberg, doch nun fielen auch hier zwischen der Nadelbacher Straße und dem Areal des Kleingartenvereins hunderte Bäume.

Nachdem hier im November ein Baum auf die Straße gefallen war, stellte der beauftragte Experte der ARGE Baum bei seiner Kontrolle schwerste Schäden auf einer 1,5 Hektar großen Waldfläche fest, berichtet Stadtgärtnerei-Chef Robert Wotapek. „Auch hier ist das Eschentriebsterben der Hauptgrund.“ Für Wotapek überraschend, denn bei der letzten Begutachtung im Vorjahr habe es nur wenige kranke Bäume gegeben. „Das vorliegende Ausmaß war auch für Spezialisten nicht abzusehen“, erläutert der Chef der Stadtgärtnerei.

„Der Schlägerungsplan wurde ehestmöglich umgesetzt, da Gefahr in Verzug bestand und die Sicherheit über allem steht.“ Stadtgärtner Robert Wotapek

Mit der Forstbehörde, Forstexperten und dem Maschinenring sei bald nach der Untersuchung ein Schlägerungsplan erstellt worden. „Mit dessen Umsetzung wurde ehestmöglich begonnen, da Gefahr in Verzug bestand und die Sicherheit über allem steht“, so Wotapek. Gesunde Bäume werden bei den Rodungsarbeiten stehen gelassen, versichert der Stadtgärtner.

Die Maßnahmen sollen voraussichtlich bis Heiligabend abgeschlossen sein. Im nächsten Jahr soll das Areal am Kollerberg so rasch wie möglich mit Ahorn-Bäumen, Birken, Fichten und unter anderem Erlen wieder aufgeforstet werden.