Erstellt am 17. Januar 2017, 05:34

von Daniel Lohninger

Bald ist das AMS am Zug. Daniel Lohninger über die Übersiedlung der SVA nach St. Pölten.

Für die 170 Mitarbeiter der Landeszentrale der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA) beginnt Ende Jänner ein neuer Lebensabschnitt. Ihr Dienstort ist dann nicht mehr Wien, sondern St. Pölten. Die Freude darüber wird sich bei den meisten in Grenzen halten. Auf Mitleid können sie aber nicht hoffen: Wer bei einer NÖ-Institution sein Geld verdient, muss damit rechnen, dass er in St. Pölten arbeiten muss.

Die SVA als Institution profitiert von diesem Schritt auf jeden Fall. Die räumliche Nähe zu Entscheidungsträgern und Versicherten macht vieles leichter, stärkt die Relevanz der eigenen Themen und erleichtert es, sich in lokale und regionale Prozesse einzubringen. Die im Vorjahr nach St. Pölten übersiedelte Arbeiterkammer zeigt gegenwärtig, wie das gehen kann.

Kein Wunder also, dass auch bei den letzten NÖ-Institutionen mit Sitz in Wien der Druck zur Übersiedlung steigt. Vor allem das AMS wird sich in den nächsten Jahren bewegen müssen. Der bestehende Mietvertrag kann per Jahresende 2019 gekündigt werden. Es gibt keinen Grund, das nicht zu tun.