Die Stadt bleibt in der Pflicht. Daniel Lohninger über den Meinungsschwenk in der Linzer Straße.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 05. September 2017 (05:29)

Der Zustand der Linzer Straße ist erbärmlich. Groß war deshalb die Hoffnung, als die Stadt die Erarbeitung eines Grätzl-plans unter Federführung des Architekten Andreas Aichberger in Auftrag gab. Der erarbeitete gemeinsam mit Magistrat und Hausbesitzern Visionen, wie der Linzer Straße wieder neues Leben eingehaucht werden könnte. Von Begegnungszonen war da die Rede, von neuem Parkplatzkonzept und natürlich auch von der Sanierung der teils desolaten Bausubstanz.

Und jetzt? Plötzlich schiebt das Rathaus den Hausbesitzern den Schwarzen Peter zu. Klar werde man in die Linzer Straße investieren, zuerst seien aber die Hausbesitzer am Zug. Erst danach könne die Stadt die Umgestaltung des öffentlichen Raumes starten. Vor einigen Wochen klang das noch anders: Da wollte die Stadt in Vorleistung gehen und kündigte eine Begegnungszone an. Geworden ist daraus vorerst nur ein etwas erhöhtes, dunkel-gelb eingefärbtes Straßenstück vor dem Eingang zur Bühne im Hof. Da muss noch mehr aus dem Rathaus kommen, wenn es mit der Belebung etwas werden soll.