Erinnern, auch wenn’s schmerzt. Über Steine der Erinnerung in St. Pölten.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 16. Juli 2019 (03:09)

Heutzutage wird in dem Haus in der Rathausgasse 1 im Erdgeschoß gemütlich Kaffee geschlürft und im ersten Stock, im NÖN-Newsroom, werden sechs Ausgaben der Niederösterreichischen Nachrichten produziert. Vor 81 Jahren wurden hier Menschen aufgrund ihrer Religion aus ihren Wohnungen vertrieben und wenig später in den Tod geschickt. Das Schicksal teilten sie mit insgesamt 570 anderen St. Pöltnern.

Das St. Pöltner Institut für jüdische Geschichte Österreichs kümmert sich um deren Geschichten und erinnert an die Gräueltaten der Nazis. „Steine der Erinnerung“ bekommen so nun auch Juliane Steiner, Leopold Gelb sowie Josef, Elisabeth und Lucy Herta Lang. Die Messingplatten machen Namen derer wieder sichtbar, die viele Jahre Teil dieser Stadt waren und sind zugleich Mahnmale – damit sich die Geschichte nicht wiederholt.

Erinnern und mahnen ist gut und nach wie vor eine Notwendigkeit, auch wenn es manchmal weh tut.