St. Pölten

Erstellt am 06. November 2018, 03:17

von Thomas Werth

Es braucht mehr als Schutzzone. Thomas Werth über eine drogenfreie Zukunft im Sparkassenpark.

Im Mistkübel gebunkert, in Erdlöchern vergraben oder auf Bäume gehängt – die Dealer hatten zuletzt viele Verstecke für ihre Drogen im Sparkassenpark. Durch die offensichtliche Polizei-Präsenz in den vergangenen Wochen vermieden sie es nämlich, Cannabis und Co. bei sich zu führen. Daher war es schwer für die Beamten, jemanden dingfest zu machen. Sie mussten Dealer schon direkt beim Verkauf erwischen.

Mit der nun verordneten zweiten Schutzzone in der Landeshauptstadt hat die Exekutive deutlich mehr Möglichkeiten und kann Verdächtige leichter am Betreten hindern. Ob das den gewünschten Erfolg bringt und die Drogen-Szene zerschlagen wird oder sie nur in andere Bereiche der Stadt verlagert, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

Für die nähere Zukunft sind auch weitere Überlegungen für die Belebung des Sparkassenparks notwendig, will man dessen Ruf als Drogen-Hotspot endgültig loswerden. Denn andernfalls besteht die Gefahr, dass sich nach dem Ende der Schutzzone wieder Kriminelle statt Kinder im Grünen tummeln.