Geld nur für Jugendprojekte. Claus Stumpfer über die kuriose Neuregelung bei Eigenbauspielern.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 16. Juni 2014 (07:41)

Die Eigenbauspielerregelung, die es in Niederösterreich im Unterschied zu den meisten anderen Bundesländern gibt, hat immer wieder für Aufregung gesorgt. Auch die letzte Reform im Vorjahr ließ Lücken erkennen, sodass der Verband sich zu einer Nachbesserung durchrang.

Grundsätzlich gibt es ja wenig dagegen zu sagen, dass der Verband gerade in unteren Klassen die Vereine dazu anhält, bei Spielen stets acht Jugendliche aufs Blankett zu schreiben. Daher klingt die Neuregelung, mit der sich Klubs nun Eigenbauspieler mittels dem Entrichten eines kleinen Obolus an den Verband „kaufen“ können, auf den ersten Blick recht absurd.

Auf den zweiten Blick sind aber Probleme zu erkennen, die diese Lösung rechtfertigen. Ein Absteiger aus der RLO etwa, der über Nacht acht Eigenbauspieler aus dem Hut zaubern muss, täte sich schwer, ohne diese Möglichkeit eine konkurrenzfähige Mannschaft für die 1. NÖN Landesliga zu stellen.

Wenn der NÖFV aber von Klubs Geld kassiert, dann ist Transparenz gefordert. Eine jährliche Auflistung, wie viel Geld auf diese Weise eingenommen wurde und in welche Nachwuchsprojekte es fließt, ist nötig. Denn Geld trägt kein Mascherl!