Hinterher ärgern hilft nicht. Über das geringe Interesse an Lösungen für Park-Situation.

Von Thomas Werth. Erstellt am 25. Juni 2019 (02:55)

„Grüne Zone“, „Blaue Zone“ oder weiter gebührenfrei: Die Anrainer sollen entscheiden, wie die Parkraumbewirtschaftung nördlich des Bahnhofs und um das Krankenhaus künftig aussehen soll. Weil nichts eingeführt werden soll, was von einem Großteil abgelehnt wird, hat die Stadt mehrere Infoveranstaltungen anberaumt. Blöd nur, dass kaum ein Betroffener die Chance genutzt hat, sich die Experten-Meinung anzuhören und seine eigene kundzutun.

Da fragt man sich: Ist der Parkdruck für die Anrainer doch nicht so groß, wie es den Anschein hat und das Verkehrsplanungsbüro erhoben hat? Oder glauben die meisten, dass dieser ohnehin so offensichtlich ist, dass man dies nicht noch extra betonen muss?

Ist das Interesse auch bei den restlichen Terminen so gering, bleibt eine große Chance zur Mitbestimmung ungenutzt. Und die Stadt wird aufgrund der Meinung einiger weniger entscheiden. Allen anderen bleibt womöglich nur, sich nachher „grün“ und „blau“ zu ärgern.