Höchste Zeit fürs Domplatz-Konzept. Daniel Lohninger über die Debatte nach einem NÖN-Bericht.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 05. Mai 2014 (07:35)
Sind 70 Parkplätze für den Domplatz zu viel oder zu wenig? Um diese Frage kreist seit der Vorwoche fast jede Diskussion in der Stadt. Die NÖN hatte auf ihrer Website als erstes Medium berichtet, was Baudirektor Kurt Rameis im Gemeinderat gesagt hatte. 2.559 Internet-User haben seither die Story gelesen und ihre Meinung kundgetan: Eine knappe Mehrheit will die Autos überhaupt vom Domplatz verbannen. Nicht viel weniger wollen aber, dass mehr Stellplätze erhalten bleiben.

Zwischen diesen beiden Extrempositionen einen gemeinsamen Nenner zu finden, ist nicht leicht. Insofern ist Bürgermeister Matthias Stadler nicht zu beneiden – denn mit den 70 Parkplätzen wird niemand zufrieden sein. Die Befürworter eines autofreien Domplatzes werden beklagen, dass eine historische Chance vergeben wurde. Jene, die den Domplatz vorrangig als Parkplatz sehen, werden den Verlust von mehr als 50 Prozent der Stellplätze beklagen. Klar ist aber auch: Die Domplatz-Zukunft nur auf die Parkplatz-Frage zu reduzieren, ist zu wenig. Es ist also höchste Zeit, dass das Gesamtkonzept für die Umgestaltung präsentiert wird.