Jetzt liegt es an den St. Pöltnern. Daniel Lohninger über das neue Lup-Angebot.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 29. August 2017 (05:14)

Zehn Jahre nach dem Start des Lup-Stadtbussystems beginnt am nächsten Montag eine neue Ära. Die bringt einen Zehn-Minuten-Takt auf der Nord-Süd-Achse, neue Betreiber der nunmehr 13 Linien mit 377 Haltestellen und erstmals Sonn- und Feiertagsverkehr. Ob der Umstieg von den einst als besonders umweltfreundlich gelobten Erdgas-Bussen auf moderne Diesel-Busse in Zeiten der Abgaswerte-Diskussion der große Wurf ist, wird sich zeigen.

Fest steht aber schon jetzt, dass der neue Lup zur echten Alternative zum Auto wird. So gut wie alle politischen Forderungen der vergangenen Jahre wurden in das Konzept eingearbeitet. Mit gutem Recht können sich also alle Parteien selbst auf die Schulter klopfen – dürfen bei aller Freude aber nicht vergessen, dass unterm Strich die Steuerzahler die Rechnung begleichen. Stadt, Land und Bund lassen sich den Lup rund 3,4 Millionen Euro pro Jahr kosten.

Umso wichtiger ist es deshalb, dass die St. Pöltner die neuen Lup-Angebote tatsächlich nutzen. Denn von leer durch die Stadt fahrenden Bussen hat niemand etwas.