Keine Sekunde zu früh. Über die Gründung des Gestaltungsbeirates.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 25. Februar 2020 (03:08)

Im Mai 2018 fuhren die Bagger in der Linzer Straße auf und machten das Alte Pressehaus dem Erdboden gleich. Das Ende des Pressehauses war gleichzeitig der Anfang für einen Baustopp in St. Pölten. Binnen zwei Jahren sollte ein Konzept für eine Schutzzone erstellt werden. Innerhalb dieser Zone sollte alte Bausubstanz vor übereilten Bauvorhaben geschützte sein. Was wie schützenswert ist, sollte ein unabhängiges Gremium vorschlagen – der sogenannte Gestaltungsbeirat.

Kurz vor dem Ende des zweijährig anberaumten Baustopps schafft es die Stadt, einen solchen Beirat ins Leben zu rufen. Die SPÖ wollte sich damit Zeit lassen, alles eingehend prüfen, während die Opposition auf einen raschen Beschluss drängte.

Eile war auf jeden Fall geboten. Schließlich steht der Bau von 6.000 neuen Wohnungen bereits fest. Es geht nun darum die Identität der St. Pöltner Innenstadt zu wahren. Ein unabhängiger Beirat wird das mit fachkundigen Vorschlägen leisten können.