Die Lösung ist kein Kinderspiel. Über den Mangel an Kassenärzten für Kinder.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 16. September 2020 (03:14)

Niemand will ihn haben, den Schwarzen Peter. Weder beim Kinder-Spiel noch bei fehlenden Kinder-Ärzten. An denen mangelt es seit Längerem, nicht nur in der Landeshauptstadt, sondern in ganz Niederösterreich.

Lediglich ein einziger Kinderarzt ordiniert noch in St. Pölten. Kassenstellen gäbe es drei. Die Opposition schiebt den Schwarzen Peter der Stadtregierung zu. Die schiebt ihn wiederum an die Österreichische Gesundheitskasse weiter. Dort wird betont, dass in der Vergangenheit zu wenige Kinderärzte ausgebildet wurden. Die ungeliebte Karte wird also an die Universitäten weitergegeben. Das Uniklinikum betont, dass der Beruf des Kinderarztes beliebt sei wie eh und je. Was nun?

Eltern ist der Schwarze-Peter-Poker egal. Vor allem dann, wenn das eigene Kind krank ist. Wer in der Arbeitsgruppe der Stadtparteien den entscheidenden Trumpf findet, ist am Ende des Tages nicht entscheidend. Wichtig ist eine schnelle ärztliche Versorgung, denn die Kinder sollten die Sieger sein.