Junge Kicker in zwei Klassen. Über Training von der U11 bis zur U14 beim SKN St. Pölten.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 17. Februar 2021 (01:03)

Fairness wurde immer groß geschrieben im Sport. Mit der Vermittlung von Fairness wird gerne argumentiert, wenn‘s um den Wert des Sports für Kinder geht. Wirklich fair ist‘s aber nicht, was in Sachen Coronaregeln auf die Klubs einprasselt. Einige Jungteams dürfen trainieren, der Großteil schaut sportlich durch die Finger.

Den Anfang machte das grüne Trainingslicht für die LAZ. Was der ÖFB als hart erkämpften Verhandlungserfolg wertet, kommt an der Basis ganz anders an. Nämlich als willkürliche Ungleichbehandlung. Die prompt die Bundesligisten auf den Plan gerufen hat.

Seit Beginn dieser Woche dürfen auch die Nachwuchsteams der Bundesligisten trainieren – analog zur LAZ-Regelung, also nur die Mannschaften von der U11 bis zur U14. Was die Situation in St. Pölten noch kurioser macht: Die U14 des SKN darf kicken, die U18 nicht. Und die U14 in Statzendorf oder beim SC – die darf auch nicht. Alles logisch, oder?

Das Kuriosum innerhalb des SKN ist leicht erklärt. Die anderen Bundesligaklubs sind Träger von Akademien, trainieren also in den höheren Altersklassen ohnehin. Was bleibt: Konfusion in der Zweiklassengesellschaft der Jungkicker.