Parkfrieden ist Mammutprojekt. Über den Streit um das Kinderkunstlabor.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 08. Juli 2020 (04:51)

Seit fast einem Jahr protestiert die Bürgerplattform St. Pöltens gegen den Bau des Kinderkunstlabors (Kikula) am Altoona-Park. Seither wurden viele Gespräche geführt und auch viele Pläne neu gezeichnet. Trotzdem gehen die Proteste weiter.

Es würde das letzte Grün in der Stadt verschwinden und mit ihm auch der letzte Mammutbaum. Obendrein würde der Bau in Zeiten der Coronakrise zu viel Geld verschlingen. Mit diesen Argumenten geht die Plattform auf die Jagd nach Unterschriften.

Der Kampf um Oasen in der Innenstadt ist richtig, nur handelt es sich beim Altoona-Park eher um eine Wüste. Zu dominant ist der Verkehrslärm des Schulrings, zu wenig einladend sind die ramponierten Wege und Bänke. Ein erholendes Naturerlebnis schaut anders aus.

Das Kikula würde den Park baulich vom Verkehr abschotten und die Grünfläche dahinter tatsächlich als Park nutzbar machen. Für herumtollende Kinder, mit Farbklecksen auf ihren weißen Ateliermänteln.