Schöner wohnen in der Stadt. Über den Wildwuchs im Wohnbau.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 15. September 2021 (03:32)

„Sie hab’n a Haus baut. Sie ham uns a Haus herbaut“, sang schon Arik Brauer. Er selbst litt nicht nur unter den rasch hochgezogenen Bauten in Wien, er schuf auch selbst welche. Allerdings mit Bedacht.

In St. Pölten wird aktuell sehr viel sehr rasch gebaut. Manchmal auch ohne Rücksicht auf Verluste. Investoren nutzen Lücken in Bauordnung und Bebauungsplan, um maximalen Gewinn zu erzielen. Das Resultat ist oft ein kalter, kreidebleicher Wohnbau, der wie ein Fremdkörper wirkt. Es ist also nicht die Frage, ob, sondern wie gebaut wird.

Um baulichen Wildwuchs zu vermeiden, wurde ein Baubeirat installiert. Der passt auf, dass der Charakter der Innenstadt nicht verloren geht. Beim Alpenland-Bau in der Trautson-straße ist der Baubeirat ebenso eingebunden wie die Stadtplanung. Ein international besetztes Planungsauswahlverfahren bestimmt, was statt des einstigen Schandflecks gebaut wird. So lässt es sich auch künftig in St. Pölten schön wohnen.