Unvermeidlicher Denkzettel. Über die Konsequenzen für Danijel Petrovic.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 10. September 2019 (00:45)

Das unnötige Schauspiel bei seiner Auswechslung in der vergangenen Woche hat ein Nachspiel für Danijel Petrovic. Der SKN-Abwehrspieler wurde von den Profis zu den Juniors in die Landesliga versetzt. Ein Signal, dass der Teamgeist bei den Wölfen „heilig“ ist.

Als ihn Chefcoach Alexander Schmidt nach 20 Minuten vom Feld beorderte, platzte Petrovic der Kragen. Der Verteidiger war kaum zu beruhigen, ließ seinem Unmut freiem Lauf. Gekränkter Stolz mag verständlich sein. Sonderlich clever für einen Fußballprofi ist‘s aber nicht, vor zig TV-Kameras den wilden Mann zu markieren. Intern dürfen schon mal die Fetzen fliegen, intern sind auch Trainerentscheidungen zu diskutieren.

Aber in der Öffentlichkeit hat das nichts verloren. Diese Lektion muss Petrovic jetzt auf die harte Tour lernen. Schmidt und Sportchef Ketelaer waren zum Handeln gezwungen. Im Kampf um den Klassenerhalt kann sich der SKN keinen Ego-Trip leisten. Und das hat der Klub mit der raschen Reaktion klar kommuniziert.

Für Petrovic, der sich eben erst sein Leiberl bei den Profis wieder erkämpft hat, ist die Entscheidung bitter. Die Tür zur Bundesliga ist nicht zugeschlagen. Aber nur mehr einen Spalt geöffnet. Im Sinne des „großen Ganzen“ war der Denkzettel unvermeidlich.