Verlängerte Testphase für den SKN. Über den SKN im ÖFB-Cup.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 16. Juli 2019 (01:06)

Mag sein, dass der Cup eigene Gesetze hat. Dennoch: Wenn ein Profiteam aus der Bundesliga bei einer Amateurtruppe aus der fünfthöchsten Spielklasse gastiert, darf nichts anbrennen. Das Gastspiel in Gloggnitz kann und darf für die Wölfe nichts anderes als ein Testmatch unter Wettkampfbedingungen sein.

Gerade die Ex-St. Pöltner Heli Prenner und Ömer Özbek werden bis in die Haarspitzen motiviert sein, keine Frage. Aber: Die Qualität muss sich am Ende durchsetzen. Zumal der SKN kurz vor Ligastart steht und die Gloggnitzer erst seit vergangener Woche halbwegs komplett trainieren konnten. Der Underdog wird ein unangenehmer Gegner sein – aber wohl kein Stolperstein.

Cheftrainer Alexander Schmidt hat somit eine Woche mehr, die Vorstellungen am Platz umzusetzen. Wohin die Reise gehen soll – nämlich in Richtung Pressung und schnelles Umschaltspiel – hat man in der Vorbereitung bereits gesehen. Ein Hauch von „Salzburg-Stil“ hat Einzug gehalten in St. Pölten. Problemzonen wie die Defensivarbeit bei Standards und die fehlende Effizienz vor dem Tor bleiben.

Schmidt kann nicht zaubern. Die verlängerte Testphase dank der „Cup-Glücksfee“ wird der SKN-Trainer aber auf alle Fälle zu schätzen wissen.