Wertschätzung ist das Mindeste. Über die Folgen hoher Infektionszahlen.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 07. April 2021 (03:38)

Über ein Jahr lang dauert nun diese Pandemie schon. Und sie hat tiefe Spuren hinterlassen. Nicht zuletzt bei den Mitarbeitern des Universitätsklinikums St. Pölten. Der Betriebsrat schlägt Alarm.

„Wir sind am Limit“, sagt der Vorsitzende des Betriebsrates Wolfgang Schrefl. In seinen Worten schwingt bereits große Verzweiflung mit, gelegentlich von tiefen Seufzern unterbrochen. Seit Monaten heißt es für die Mitarbeiter auf der Intensivstation Schutzausrüstung an und bis zum Ende der Schicht auch Maske samt Schutzschild auf. Jeder Dienst ist auch ein Kampf mit dem Tod, der in dieser Station alltäglich ist und viel zu oft verloren geht. Jeden Tag stellen sie sich ihrer Aufgabe und kämpfen um jedes Leben.

Jeder Anstieg des Infektionsgeschehens verlängert ihre mühselige Arbeit um weitere Wochen. Viele wollen nicht mehr, auch weil es an Wertschätzung fehlt. Das gefährdet uns alle, wenn viele den Hut drauf hauen.