Zeit, sich zu beweisen. Thomas Werth über junge Bürgermeister vor ihrer ersten großen Wahl.

Von Thomas Werth. Erstellt am 12. März 2019 (03:58)

Christoph Artner hat angefangen mit der Verjüngung. Mit 32 Jahren war der Herzogenburger in den letzten vier Monaten der jüngste Bürgermeister im Bezirk. Nun legt Stefan Klammer noch eins drauf: Mit 24 Jahren soll der Neidlinger im April zum jüngsten Bürgermeister des Bundeslands gewählt werden.

In einer Zeit, in der die Parteien vielerorts mit Nachwuchssorgen zu kämpfen haben, muss man froh sein über das Engagement der beiden für ihre Gemeinden. Es wirft aber zeitgleich auch für viele die Frage auf: Wie alt muss ein Bürgermeister sein? Fehlt es den ganz jungen nicht an der nötigen
politischen Erfahrung, um die Geschicke einer Gemeinde zu leiten?

Artner wie Klammer haben das heurige Jahr noch Zeit, mit ihrer Arbeit selbst die Antworten auf diese Fragen zu liefern. Anfang 2020 können die Wähler entscheiden, ob sie damit zufrieden sind. Das Alter der Kandidaten sollte bei der Beurteilung aber nicht den Ausschlag geben.