Lösung für Bau-Schmerz. Über das Wachstum von St. Pölten.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 15. Oktober 2019 (05:13)

„Sie hab’n a Haus baut. Sie ham uns a Haus herbaut“, heißt es in einem Lied von Arik Brauer 1971. Darin geht es um einen Wohnbau, der ihm die Sicht verstellt. Ein Problem, das auch in St. Pölten immer öfter in Erscheinung zu treten droht.

1.600 Wohnungen sind derzeit in Bau, mehr als 4.800 in Planung, dem starken Bevölkerungszuzug wird Rechnung getragen. „Wachstumsschmerz“ heißt das beim Wohnbaudialog, bei dem diskutiert wurde, wie Städte mit Wachstum umgehen, denn: „Es gibt kaum mehr ein Wohnbauprojekt, gegen das Anrainer nicht protestieren.“ Auch gegen Bau- und Revitalisierungsvorhaben in der Innenstadt.

Verwaltung und Politik tragen dem Rechnung. Zum Schutz alter Bausubstanz und charakteristischer Ensembles hat St. Pölten seit einem Jahr Baustopp und Schutzzone – als Zwischenlösung. Gegen den „Schrecklich-Schmerz“ wirkt allerdings nur ein Baubeirat. Der sollte schon längere Zeit aktiv sein. Aber die St. Pöltner warten noch, und warten . . .