Mit der Kulinarik geht es aufwärts. Daniel Lohninger über das neue Selbstbewusstsein der Gastronomie in St. Pölten.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 27. Oktober 2014 (07:44)

Drei Jahre ist es her. Damals hatte St. Pölten einen heftigen kulinarischen Tiefschlag erlitten – der Gault Millau vergab keine einzige Haube in die NÖ-Landeshauptstadt. Auch wenn „Hauben“ nicht die einzige Messlatte für gastronomische Qualität sind – ein Abdriften ins kulinarische Niemandsland war zu befürchten.

Heute sieht die Situation ganz anders aus. Neben dem Kulinarik-Dauerbrenner „Galerie“ – die Küche von Robert Langeneder wurde bereits zum 23. Mal mit einer „Haube“ prämiert – schaffte es auch die Gaststätte Figl in den erlauchten Kreis der besten Restaurants Österreichs. Weitere sechs Haubenlokale im Bezirk unterstreichen den kulinarischen Aufwärtstrend in und um St. Pölten.

Von kulinarischem Niemandsland ist St. Pölten damit heute weit entfernt – obwohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Top-Kulinarik nicht gerade üppig sind. Zuversichtlich stimmt aber, dass die Landeshauptstadt auch abseits der Aushängeschilder über ein immer hochwertigeres Gastro-Angebot verfügt. Die zwei „Hauben“ sind also nur äußeres Zeichen des neuen kulinarischen Selbstbewusstseins.