Resolution gegen Müll-Import. Über das Thema Mülltransport

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 03. Dezember 2019 (03:45)

Die St. Pöltner NÖN titelte in der Vorwoche „Sizilianischer Müll für Ziegelofen“. 7.000 Tonnen Hausmüll kommen aus Italien und werden in einer privaten Deponie verwertet oder entsorgt. Das löste eine Welle der Entrüstung aus.

Für viele ist es vollkommen unverständlich, dass Abfall quer durch halb Europa gekarrt wird. Und das in Zeiten, wo Klimaschutz großgeschrieben wird.

Johann Zöchling hat im Vorjahr die Deponie in St. Pölten nach einstimmigem Gemeinderatsbeschluss gekauft. Der Deponiebetreiber macht Geld mit der Entsorgung und Verwertung von Müll. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen erlauben es ihm, Abfall nach St. Pölten zu importieren und damit Gewinn zu machen. Das wäre wohl nicht passiert, würde die Mülldeponie noch im Besitz der Stadt sein.

Jetzt will Bürgermeister Matthias Stadler noch retten, was zu retten ist und in einer Resolution erwirken, dass künftig Langstrecken-Mülltransporte unterbunden werden.