Altes Spiel, neue Vorzeichen. Über den Cup in Corona-Zeiten.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 05. August 2020 (01:42)

Der Cup hat seine eigenen Gesetze. Dieses geflügelte Wort ist so alt wie der Fußball. Und in Corona-Zeiten treffender denn je. Das alte Spiel „David gegen Goliath“ findet unter neuen Vorzeichen statt. Wirklich glücklich sind mit jenen weder die Amateurteams noch die Profiklubs wie der SKN St. Pölten.

Die Wölfe treffen in der 1. Runde des Uniqa ÖFB-Cups auf den Regionalligisten ATSV Wolfsberg. Wo gespielt wird, erfahren beide Seiten wohl frühestens zwei Wochen vor dem Anpfiff. Denn die Kärntner wollen unbedingt auf der eigenen (kleinen) Anlage spielen. Diese Möglichkeit gibt ihnen das ÖFB-Regulativ. Grundsätzlich haben zwar die Profiklubs aufgrund ihrer verbesserten Möglichkeiten in Sachen Covid19-Prävention das Heimrecht. Die „Kleinen“ können aber – die Frist läuft bis Freitag – ein eigenes Konzept vorlegen. Geben Gesundheitsbehörde und Verband grünes Licht, wechselt das Heimrecht. Der SKN müsste dann auswärts im Lavanttal ran. Nicht unbedingt das St. Pöltner Wunschszenario, auch wenn der Drittligist auch auf eigener Anlage keine Hürde sein darf.

Für den SKN wäre das Cupmatch in der NV-Arena ein Probelauf für das Szenario in der Meisterschaft. Also mit halber Stadionkapazität, ohne Stehplätze, mit „ausgedünntem“ VIP-Klub. Ungewohnt, aber kaum vermeidbar …