An Arbeit führt kein Weg vorbei. Über (k)eine Debatte am Trainersektor.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 17. September 2019 (01:37)

Die zweite „Sechserschleife“ binnen weniger Wochen schmerzt mehr als jene gegen Salzburg. Immerhin sind die Bullen Liga-Dominator und Übermannschaft, Altach dagegen ein Tabellennachbar der St. Pöltner. Dennoch ist es richtig und wichtig, dass der Klub klarstellt: „Eine Trainerdiskussion gibt‘s nicht.“ Alles andere wäre ja auch absurd.

Schließlich hat der SKN Schmidt erst kürzlich mit Arbeitspapieren auf drei Jahre ausgestattet. Wohl wissend um die Qualitäten des Deutschen und um die Spielphilosophie, die er verfolgt. Was beim SKN schief läuft, hat denn auch wenig mit Systemen, Taktik und Trainingsqualität zu tun. Sondern mit einer konstant hohen Fehlerquote und regelmäßigen Zusammenbrüchen, sobald etwas im Spiel schief läuft. Mit 6:0 darf man sich in Altach nicht vorführen lassen.

Jetzt aber ein „Köpferollen“ zu fordern, wäre absolut unseriös. Konzentrierte Arbeit ist gefragt bis zum Winter. Und dann die richtigen Entscheidungen am Transfermarkt. Ohne gezielten Umbau im Kader wird‘s wohl nicht gehen. Eine Option, die Schmidt aufgrund der Transfersperre vorerst verschlossen geblieben ist.

Schmidt wusste das und hat sich darauf eingelassen. Dass sein Job so schwer wird, hat er wohl nicht geahnt.