Erstellt am 17. Januar 2017, 05:40

von Wolfgang Wallner

Attraktiv wie noch nie zuvor. Wolfgang Wallner über den Deal mit Ümit Korkmaz.

Sportdirektor Frenkie Schinkels hat Recht, wenn er vom stärksten SKN-Kader aller Zeiten spricht. Korkmaz, Drazan, Aufstiegszauberer Dieng und Abwehrhüne Diallo – alleine diese Namen sorgen für schnalzende Zungen in Fußballerkreisen. Das Material passt. Im Kampf um den Ligaverbleib kann sich der SKN St. Pölten nur selbst schlagen.

Ümit Korkmaz bringt das Zeug zum Fanliebling mit. Dass sich der Ex-Rapidler nach acht Legionärsjahren für St. Pölten entscheidet, ist nicht selbstverständlich. Da müssen die SKN-Verantwortlichen einiges richtig gemacht haben. Klar: Ein halbes Jahr ohne Spielpraxis lässt sich nicht binnen weniger Tage wettmachen. Aber das Fußballspielen wird Korkmaz nicht verlernt haben. Bleibt er verletzungsfrei, könnte er mit Dieng oder Drazan eine Flügelzange der Extraklasse bilden – und zum St. Pöltner Goldgriff mutieren. Attraktiver war das Team noch nie, seit‘s den SKN gibt. Da werden fast schon Erinnerungen an Kempes-Zeiten beim VSE St. Pölten wach.

Eigentlich hätte der Korkmaz-Deal den St. Pöltnern diese Woche jede Menge Medienpräsenz bescheren sollen. Es blieb beim Konjunktiv. Die beiden Amateurboxer Keita und Segovia machten mit einem Schlag viel zunichte – im doppelten Sinne.