Aus der Not Tugend gemacht. Über das „Gute“ am Verletzungspech beim SKN.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 16. April 2019 (01:00)

Schlechter können die Vorzeichen kaum sein: Sperren und Ausfälle in allen Mannschaftsteilen, ein Auswärtsspiel bei der zweitbesten Mannschaft Österreichs. Doch der SKN St. Pölten machte das Beste draus, entdeckte das Kämpfer-Gen wieder – und durfte einen Punkt beim LASK mitnehmen. Der Löwenanteil geht dabei auf die Kappe von Christoph Riegler, der – wenn Fortsetzung folgt – in dieser Verfassung bei Franco Foda an die (ÖFB-)Tür klopft.

Ein weiterer positiver Aspekt: Aus der Verletzungsnot heraus musste der SKN rochieren, hatte mal wieder Jungwölfe aus den eigenen Reihen an der Bank. Noah Steiner und David Sauer, übrigens schon als sechsjähriger Knirps beim SKN am Ball, standen erstmals im Profi-Aufgebot. Auch wenn sie nicht zum Einsatz kamen: Eine viel bessere Motivationsspritze lässt sich kaum denken. Die St. Pöltner haben aus der Not eine Tugend gemacht. Was eigentlich schon überfällig war.

Denn gerade die Verschränkung zwischen Nachwuchs, Juniors und Profibereich hat bei St. Pölten noch Luft nach oben. Bei der Admira steigen praktisch im Jahresrhythmus vier, fünf Talente aus der Regionalliga-Truppe zu den Profis auf. Da fehlt beim SKN noch einiges. Aber der erste Schritt ist – aus der Not heraus – getan.