Ausbildung lohnt sich nicht. Über die Lehren aus dem Fountas-Abgang.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 14. Mai 2019 (02:31)

Nächster Stopp Hütteldorf. „Taxi“ Fountas düst weiter. Statt in St. Pölten wird der Grieche künftig für Ex-Coach Didi Kühbauer und seine Rapidler wirbeln. Der SKN verzichtete darauf, die Option zu ziehen. Und geht damit finanziell und sportlich leer aus.

Fountas konnte ein Jahr bei den Wölfen Spielpraxis sammeln, sich wieder auf‘s Radar in Österreich spielen. Für den 23-Jährigen hat sich die „Fortbildung“ in St. Pölten gelohnt, für den SKN weniger. Ein unzufriedener und zudem verletzter Fountas hätte sich aber noch weniger gerechnet. Die Realität: Für den 14./15. Mann im Kader nimmt bundesliga-intern kaum ein Klub Geld in die Hand. Zumindestens nicht für eine Ablösezahlung. Die Prügel, die der Klub dafür in den sozialen Netzwerken kassiert hat, scheinen somit überzogen.

Um den SKN als Ausbildungsverein zu positionieren, wird‘s Zeit brauchen. Die Admira hat‘s schon geschafft, der SKN ist erst auf dem Weg dorthin. Vorerst lohnt sich Ausbildung noch nicht für die Wölfe. Mittelfristig ist diese Schiene aber unverzichtbar. Trotz Namenssponsor ist der SKN kein Krösus, muss als nach wie vor kleiner Klub haushalten. Schließlich fließen auch in Wolfsberg, Hartberg und in der Südstadt trotz „verkauften“ Namens nicht gerade Milch und Honig.