Das Boot kommt nicht vom Fleck. Über das „Match“ Fans versus Liga.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 21. Januar 2020 (03:36)

Die Fußball-Bundesliga und der harte Kern ihrer Fans mögen im selben Boot sitzen. Gerudert wird jedoch in entgegengesetzte Richtung. Und somit kommt die Debatte nicht weg vom Fleck.

Nicht von ungefähr gab‘s neben der offiziellen Bundesliga-Veranstaltung für die organisierten Anhänger einen „Alternativen Fankongress“. Geredet wird nur das Nötigste. Die Fanszene schmollt, wirft der Bundesliga mangelnde Kommunikation vor. Und präsentierte ihrerseits einen Forderungskatalog. Ganz oben auf der Wunschliste: Fanfreundlichere Beginnzeiten.

Damit können sich viele identifizieren. Wie auch ein Blick auf den Terminkalender unterstreicht. So ist das Cup-Duell der St. Pöltner gegen Innsbruck wochentags um 18 Uhr angesetzt. Toll für die Tiroler Fans, die ihr Team anfeuern wollen. Dennoch wird‘s beim frommen Wunsch aus der Fanszene bleiben. Das große Geld kommt von den TV- und Streaming-Anbietern – und von den Sponsoren, die sich für Quoten und Reichweiten interessieren. Den Fans bleibt nur eine Statistenrolle.

Vielleicht würden die Klubs gerne das Rad der Zeit zurückdrehen. Doch den sprudelnden Geldhahn will kein Klub zudrehen. Und solange die Fans protestieren, aber dennoch ins Stadion kommen, wird sich daran nichts ändern.