Der Prügelknabe ist keiner mehr. Wolfgang Wallner über die junge Garde in St. Pölten.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 29. August 2017 (03:39)

Die Rolle des Prügelknaben, die man noch im vergangenen Herbst eingenommen hat, ist passé. Mit St. Pölten ist zu rechnen. Die Rede ist freilich (noch) nicht von den Profis, sondern von den Youngsters, die sich im Schatten der Bundesliga-Krise in der Regionalliga nach oben gearbeitet haben. Sieben Punkte hatte die junge Garde im Vorjahr Ende Oktober am Konto, heuer hat man die Marke bereits mit Ende August eingestellt.

Das ist zum einen ein Zeichen, dass Thomas Flögel seine Begeisterung auf die Jungs übertragen kann. Zum anderen, dass der Lernprozess bei den Kickern eingesetzt hat. Gerade, wenn‘s hart auf hart kommt, ist ihnen anzusehen, dass sie schon eine Saison im Erwachsenenfußball in den Beinen haben. Denn die Umstellung ist nicht zu unterschätzen: Auch und gerade für die Burschen, die mit Top-Ausbildung und vielen Vorschusslorbeeren aus den Akademien kommen. Die raue Realität in der Regionalliga holt jene ein, die nicht sofort den Sprung in eine Profiabteilung geschafft haben.

Den St. Pöltnern ist‘s heuer gelungen, die Schnittstelle besser zu überbrücken. Und der Erfolg lässt sich in der Tabelle ablesen. Diese lügt bekanntlich nicht. Was auch umgekehrt gilt: Die SKN-Profis tragen nicht „zufällig“ die rote Laterne.