Die Gunst der Stunde genutzt. Über das jähe Comeback der St. Pöltner Basketballer.

Von Manuel Burger. Erstellt am 13. August 2019 (02:22)

St. Pölten knackte also tatsächlich den Jackpot und bekam das Ticket für die Basketball-A-Liga, der neuen „Superliga“. Nicht in der Sporthalle, sondern auf dem berühmten grünen Tisch. Dem österreichischen Basketballverband, der mithilfe der Ligaeingliederung wirtschaftliche Kriterien den sportlichen vorzog, sei dank. Dieser gab dem Klub kurioserweise auch den Antrieb, sich schon jetzt zu bewerben. Klar ist aber, dass dies ohne der Kooperation mit dem SKN nicht möglich gewesen wäre.

Ein kleiner fader Beigeschmack bleibt. Ein schlechtes Gewissen muss man aber nicht haben, wenn man zu den ausgebooteten Fürstenfeldern und deren Verständnis einen Basketballklub zu führen, blickt. St. Pölten schloss immerhin als Vizemeister der B-Liga ab, der Aufstieg ist also nicht total aus der Luft gegriffen.

Nun muss der Klub seine Hausaufgaben erledigen und mit Bedacht die nächsten Schritte einleiten. Lieber kleinere, als zu große. Und die Liga sollte wieder sportliche Maßstäbe ansetzen. Freifahrtscheine für Nicht-Meister darf es nicht mehr geben, egal wer kommt. Sonst läuft nämlich jeder Klub Gefahr, sich Fürstenfeld anzuschließen und als schlechtester Bieter im „Lizenzroulette“ aus der Liga zu fallen. St. Pölten auch, hoffentlich rein theoretisch …