Die Hauptgruppe gehört reformiert. Über eine erneut von Protesten gekennzeichnete Einteilung in den 2. Klassen.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 25. Juni 2019 (01:27)

Der NÖ Fußballverband ist schon seit der Gruppeneinteilung im Vorjahr, mit 15 Vereinen in der 2. Klasse Traisental und acht in der 2. Klasse Alpenvorland gefordert, über eine Reform der Hauptgruppen nachzudenken. Die erneuten Probleme bei der Gruppeneinteilung in dieser Saison zeigen, dass man sich nicht rechtzeitig Gedanken für vernünftige Lösungen gemacht hat oder es einfach zu viele Widerstände für eine Reform der Hauptgruppen gibt.

Aber die Anzahl der Fußballvereine sinkt und wird auch in den nächsten Jahren nicht steigen. In der Hauptgruppe West gibt es derzeit vier 2. Klassen mit nur noch 46 Vereine. So wurden zwei Klassen mit je 12 Vereinen und zwei Klassen mit je elf Vereinen eingeteilt. Aus geografischer Sicht wären aber drei Klassen mit 15 Vereinen besser umsetzbar, auch wenn 15 Vereine im Amateurbereich einer 2. Klasse sehr viel sind.

Diese mögliche Variante im Vorfeld durchzuspielen und mit den Vereinen zu besprechen, würde wahrscheinlich Proteste ersparen. Außerdem könnten die Vereine rechtzeitig ihre Planungen für die neue Saison abschließen. Dass der Start der neuen Saison aufgrund der Anzahl der Vereine in der eingeteilten Gruppe frühestens am 24. Juni feststeht, gleicht einer Verhöhnung der Klubfunktionäre.