Die Kirche im Dorf lassen. Über den Linzer Rückschlag für den SKN.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 28. Oktober 2020 (01:02)

Der Reality-Check hätte nicht bitterer ausfallen können. Nein, der SKN ist kein Wunderteam. Ja, wenn die St. Pöltner nicht am Limit agieren können sie gegen die Topteams der Bundesliga übel unter die Räder kommen. Das (schmeichelhafte) 0:4 gegen den LASK hilft den Saisonstart einzuordnen. Aber auch wer kritisch unterwegs ist: Es gilt die Kirche im Dorf zu lassen. Die Wölfe sind kein Wunderteam. Aber allemal ein Kandidat für‘s Meister-Play-off.

Zwischen Rang fünf und Rang acht ordnet Trainer Robert Ibertsberger das Leistungslevel seiner Burschen ein. Und beweist damit jene Bodenständigkeit, mit der er den SKN auf Kurs gebracht hat. Gegen den LASK, gegen Rapid oder gar gegen Salzburg wird ein Klub mit den Möglichkeiten der St. Pöltner immer Außenseiter sein. Der Maßstab müssen Gegner wie Ried oder den WAC sein. Solange der SKN diese Partien für sich entscheidet, sind die Top Sechs allemal machbar.

Denn mit Reza Asadi hat St. Pölten noch einen Trumpf in der Hinterhand. Der 1,90-Meter-Mann aus dem Iran gilt als Wunschspieler. Dass man ihn nicht gleich ins kalte Wasser wirft, spricht für den SKN.

„Reza wird spielen, wenn er so weit ist“, sagt Ibertsberger. Unaufgeregt wie eh und eh. Genau das ist das Erfolgsgeheimnis beim SKN...