Ein ganz heißes Pflaster. Wolfgang Wallner über Wilhelmsburg und seine Trainer

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 20. September 2016 (05:21)

Auch der einstige Meistermacher kann keine Wunder wirken in Wilhelmsburg. Dass Hannes Neumayer bereits nach vier Runden das Handtuch wirft, ist ungewöhnlich. Aber letztlich konsequent. Besserung gegenüber der desaströsen Vorsaison ist nicht in Sicht.

Wilhelmsburg wäre im letzten Jahr ja sportlich schon abgestiegen gewesen. Erst die Rochaden eine Liga höher brachten die Rettung. Aber keinen Neustart.

Seit Jahren ist Wilhelmsburg ein schwieriges Pflaster für Trainer. Eine langfristige Lösung wurde in den vergangenen Jahren vergeblich gesucht. Auch Neumayer war das nicht.

Gewisse Qualität ist ja vorhanden im Kader. Nicht von ungefähr ist Nemanja Marinkovic mit sieben Treffern bester Schütze der Liga. Aber die Leistungsträger wissen auch, dass sie praktisch nicht ersetzbar sind. Und dementsprechend groß ist die Macht der Kicker. Entsprechend limitiert die Möglichkeiten des Trainers. Auch daran ist Neumayer gescheitert. Weil‘s keine Optionen gibt, ein Zeichen zu setzen – wie‘s Karl Daxbacher mit seiner Aufstellung in Wolfsberg getan hat.

Dass die arbeitssuchenden Trainer nun nicht Schlange stehen, liegt angesichts dieser Vorzeichen auf der Hand. Die Saison ist neu, die Sorgen altbekannt. Business as usual …