Ein „Kratzer“ wird bleiben. Über harte Zeiten für den SKN.

Von Manuel Burger. Erstellt am 12. Juni 2019 (02:14)

Wer in diesen Tagen Verantwortung beim SKN St. Pölten trägt, braucht starke Nerven. Warten lautet die Devise. Warten auf Lausanne. Auf ein Urteil des Sportgerichtshofs. Wie auch immer der Spruch ausfällt: Schaden ist schon genug angerichtet worden. Und ein „Kratzer“ wird in jedem Fall bleiben.

Erklärt das Schiedsgericht die im Winter verhängte Transfersperre für aufgehoben, wären die St. Pöltner schlagartig wieder handlungsfähig. Und sie könnten damit endlich wieder am Transfermarkt agieren. Was angesichts der Kaderprobleme im Frühjahr bei Profis und Amateuren essentiell erscheint. Auch wenn das natürlich das Wunschresultat für die Wölfe wäre: Grund zum Jubeln schaut anders aus. Spieler bei den Juniors hingen in der Luft, das Frühjahr ging – auch aufgrund des engen Kaders – daneben. Die SKN-Juristen werden wohl zivilrechtliche Schritte prüfen, um einen allfälligen Schaden für den Klub geltend zu machen.

Und wenn der „Worst Case“ eintritt? Wenn der Sportgerichtshof CAS die Vorwürfe bestätigt und die Sperre aufrecht erhält. Dann muss beim Bundesligisten eine schonungslose Analyse folgen. Dann muss geklärt werden, wer damals Alhassane Keita zum Vertragsbruch angestiftet hat. Dann ist‘s Zeit, dass die Verantwortliche Veranwortung übernehmen.