Ein Start wie kein anderer. Über den Auftakt der St. Pöltner Profikicker.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 09. September 2020 (01:53)

Wenigstens kein Geisterspiel! Und doch wird alles ganz anders sein als bei jedem Saisonstart zuvor. Unter schwierigen Vorzeichen eröffnen die St. Pöltner Wölfe am Sonntag gegen Sturm Graz die Punktejagd.

Schütter besetzte Ränge, gesperrte Tribünen und Sitzplatzpflicht für alle: Es wird wohl dauern, bis wir uns an die neue Realität in der NV-Arena gewöhnen. Bundesligaflair wie in den vergangenen Jahren wird‘s wohl nicht werden. Auch weil die organisierten Fans von der Wolfbrigade schon angekündigt haben, dass sie unter den genannten Bedingungen ihren gewohnten Support nicht bieten können und wollen. Die Vorsicht hat Vorrang. Zu sehr steht der Fußball in diesen Tagen im Fokus der Öffentlichkeit. Egal, wie man‘s dreht: Corona spielt mit!

Ein Faktum, das die Fußballer allerdings ausblenden müssen. Noch allzu wach sind die Erinnerungen an den tristen Herbst 2019, als sich die St. Pöltner zum Ende des Grunddurchgangs schließlich als Tabellenschlusslicht wiederfanden. Das wird sich nicht wiederholen.

Trainer Robert Ibertsberger hat im Play-off gezeigt, dass sein Draht zum Team passt. Die Truppe ist zwar verjüngt worden, hat aber viel Potenzial. Jedenfalls genug, um nicht bis zum Schluss zu zittern. Das will man vom Start weg beweisen.