Eine völlig logische Wahl. Über den neuen Job von Raphael Landthaler.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 10. Dezember 2019 (01:17)

Mit dem St. Pöltner Raphael Landthaler ist Niederösterreich jetzt im Vorstand der Bundesliga vertreten. Der 44-Jährige ist die logische Wahl als Nachfolger für Reinhard Herovits. Denn für Landthaler spricht „Erfahrung pur“ – und zwar auf Vereinsebene nicht nur in den lichten Höhen der Verbandsarbeit.

Landthaler war dabei, als der SKN St. Pölten in den Niederungen des Amateurfußballs aus der Taufe gehoben wurde. Er begleitete die ersten schwierigen Schritte bis hinauf in die Regionalliga, kennt somit die Arbeit an der Schnittschnelle zwischen Basis und Profibereich.

Beim SK Rapid Wien war Landthaler für die wirtschaftlichen Belange zuständig, hatte mit dem Stadionprojekt eine Mammutaufgabe zu stemmen. Pluspunkt Nummer zwei, also. Und: Landthaler ist durch seinen Job als UEFA-Delegierter (Vertreter der mittelgroßen Klubs bei der Neugestaltung der Europa League) international bestens vernetzt. Auch diesen Teil der „Job Description“ erfüllt der St. Pöltner mit Bravour.

Leicht wird seine Aufgabe dennoch nicht. Schließlich klafft die Schere nicht nur im europäischen Fußball immer weiter auseinander, sondern auch national – etwa zwischen Liga eins und zwei. Über mangelnde Herausforderungen wird Landthaler nicht zu klagen haben.