Kampf gegen Windmühlen. Über den Ruf „olympischen“ Impfwunsch.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 31. März 2021 (01:09)

Nur mehr wenige Monate: Dann steigen in Tokio – der Pandemie zum Trotz – die Olympischen Spiele. Ein Großereignis, auf das Top-Athleten wie St. Pöltens Ivona Dadic über Jahre hingearbeitet haben. Eine Chance, wie sie sich nur alle vier Jahre bietet.

Eine Covid-Erkrankung im Vorfeld? Die könnte allen Träumen ein frühzeitiges Ende setzen. Dass das Österreichische Olympische Comité nun darauf drängt, die Tokio-Kandidaten bei der Impfung vorzuziehen, ist verständlich. „Extrawürste“ für Sportler, wo noch viele Risikopatienten auf den viel zitierten Stich warten, sind da nur schwer argumentierbar. Vor allem mit Blick auf den Stellenwert, den Sport in Österreich und in der Politik genießt.

Als Kulisse für das in den Vor-Corona-Zeiten so beliebte Bad in der Menge dürfen Sportler gerne herhalten. Bei sogenannten Randsportarten, die bei Olympia einmal in vier Jahren ihre Bühne bekommen, schaut das schon anders aus. Da sieht selbst der für den Sport zuständige Werner Kogler keinen Spielraum für Ausnahmen. Mit Blick auf die Risikogruppen verständlich. Aber dennoch ein Armutszeugnis, das sich die politische Vertretung des Sports selbst ausstellt.