Kein Platz für falschen Stolz. Über die Scheu der Funktionäre vor Förderungen.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 18. November 2020 (01:13)

Wer für einen Fußballverein rennt und brennt, gehört zu den Machern. Zu den Leuten, die etwas bewegen wollen, ohne auf „Almosen“ angewiesen zu sein. Also oftmals zu jenen, die sich nicht helfen lassen wollen. Das mag die Scheu vor dem NPO-Fonds erklären. G‘scheit ist diese Reaktion aber nicht.

„Wir wollen unseren Sport ausüben. Vor Fans und mit Kantineneinnahmen. “ Das hört man oft im Gespräch mit den Funktionären. Das wünschen wir uns alle, die wir dem Sport verbunden sind. Aber mehr als ein Wunsch ist der Ruf nach Business as usual im Fußball und anderswo momentan nicht.

Der Lockdown ist nunmal Fakt, Corona allgegenwärtig und die entsprechenden Maßnahmen ebenso – mit diesen Realitäten gilt‘s bestmöglich umzugehen. Wenn‘s die Möglichkeit gibt, Förderungen zu lukrieren, sind die Klubchefs in der Verantwortung, diese auch auszuschöpfen. Wenn‘s eine Sorge weniger gibt - bitte, gerne! Denn die Herausforderungen werden nicht weniger.

Um die Krise zu bewältigen, braucht‘s einen kühlen Kopf und passende Strategien. Falscher Stolz gehört nicht dazu.